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09.08.2017

Vivantes erinnert an den „Erfinder“ der Intensivmedizin

Wie viele Leben könnten nicht gerettet werden, wären nicht die Errungenschaften der modernen Technik, zum Beispiel in der Intensivmedizin. An den entscheidenden Wegbereiter, den Dänen Bjørn Ibsen, der die künstliche Beatmung erfand, wird in einem Symposium am Samstag, den 26. August 2017 im Vivantes Klinikum im Friedrichshain erinnert.

Mit Dänemark ist das Vivantes Klinikum im Friedrichshain über Hans Christian Gram verbunden, der hier im Jahre 1884 die nach ihm benannte Anfärbung von Bakterien entwickelte. Als Ehrengast begrüßt daher der dänische Botschafter Friis Arne Petersen die Gäste des Symposiums.

Wann? Samstag - 26. August 2017, 9:00 - 16:00 Uhr
Wo? Konferenzraum "Tenne" , Haus 20, des Vivantes-Klinikums im Friedrichshain, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin

Prof. Dr. Dag Moskopp, Klinikdirektor der Klinik für Neurochirurgie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain: "Es lässt sich auf den Tag genau bestimmen, wann die "kleine intensivmedizinische Revolution" vor 65 Jahren in Europa stattfand: Am Montag, dem 27. August 1952. Damals rettete der 37-jährige Bjørn Ibsen am Blegdamshospital in Kopenhagen ein 12jähriges Mädchen mit Kinderlähmung vor dem Ersticken. Ibsen verwandte einen blockierbaren Luftröhrenschlauch, schaltete die Eigenatmung medikamentös aus, saugte den Lungenschleim ab und beatmete per Hand mit Blasebalg. Das Kind überlebte."

Der Weg zur Weiterentwicklung moderner Atemapparate war bereitet; die "eisernen Lungen" hatten ausgedient. In den Vorträgen des Symposiums werden die Entwicklungen der Intensivmedizin seit ihren Anfängen nachgezeichnet, es gibt Berichte von Zeitzeugen Ibsens sowie Betroffenen und ein Referat zum Hirntod-Konzept. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Fortbildung ist mit 6 Punkten von der Bundesärztekammer zertifiziert.


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